Ein einziger Kick entscheidet über die gesamte Saison: GCM II verpasst Aufstieg im Herzschlagfinale

Es gibt diese Tage auf dem Golfplatz, an denen man wieder einmal merkt, wie brutal dieser Sport sein kann. Da spielt eine neu formierte Mannschaft eine überragende Saison, sichert sich souverän den Gruppensieg und kämpft sich im alles entscheidenden Aufstiegsspiel nach Rückständen zurück – nur damit am Ende ein einziger, unglücklicher Kick auf der vorletzten Bahn über den Ausgang eines ganzen Jahres entscheidet.
Dabei standen die Vorzeichen für das Finale gegen einen bärenstarken GC Ulm schon vor dem ersten Abschlag unter keinem guten Stern. Neben Kapitän Uwe, der verletzungsbedingt fehlte, fiel kurzfristig auch noch Klaus krankheitsbedingt aus. Zudem präsentierte sich die an sich schöne Anlage extrem trocken: Es musste durchgehend mit „Besserlegen“ gespielt werden – für ein so wichtiges Aufstiegsspiel sicherlich keine optimalen Voraussetzungen, da jeder Bodenkontakt zur Lotterie wurde.
Schwerer Start und bärenstarke Gegner Auf dem Platz zeigte sich schnell, dass der GC Ulm an diesem Tag eine extrem hohe Hürde darstellen würde. Unser Vierer mit Thomas Marschner und Thomas Spork sah sich einem nahezu fehlerfreien Gegner-Duo gegenüber, das seine Vorgaben eiskalt nutzte – trotz aller Bemühungen waren die beiden an diesem Tag chancenlos und mussten sich mit 6&4 geschlagen geben (0:3 Punkte). Da auch Matthias Stenger in seinem Einzel keinen guten Tag erwischte und seine Partie nach intensivem Kampf mit 4&3 abgeben musste, lag der GCM II bereits deutlich im Hintertreffen.
Starke Moral auf den Back Nine
Doch das Team bewies großen Kampfgeist – unterstützt von Franky, dem Kapitän unserer ersten Mannschaft, der extra vor Ort mitlief und die Daheimgebliebenen per Live-Ticker auf dem Laufenden hielt.
Franz Feichtner lieferte sich von Beginn an ein hochspannendes, enges Match auf Augenhöhe, behielt in der entscheidenden Phase die Nerven und setzte sich am Ende stark mit 2&1 durch. Auch Udo Botzenhardt konnte seine Partie noch drehen: Nach 9 Löchern lag er bereits mit 3 down zurück, startete auf den Back Nine aber eine Aufholjagd, gewann sechs der nächsten sieben Löcher und holte sich das Match ebenfalls mit 2&1. Plötzlich stand es nach Punkten nur noch 4:5 aus Sicht des GCM.
Das Drama an der 17 Alle Augen richteten sich nun auf das letzte noch laufende Spitzen-Einzel von André Hofmann. In einem hochklassigen Duell kämpfte sich André auf der 16. Bahn zurück und schaffte den wichtigen Ausgleich zum „All Square“. Mit den beiden abschließenden Par-5-Bahnen vor sich hatte er nun beste Chancen, den noch fehlenden Sieg für den GCM einzufahren.
Auf der 17 folgte dann jedoch der wohl bitterste Moment der gesamten Saison: André schlägt einen eigentlich sehr guten Drive, der Ball ist im Landebereich schwer einzusehen und bekommt auf dem harten Boden offensichtlich einen extrem unglücklichen Kick. Der Ball bleibt unauffindbar. André muss den weiten Weg zurück zum Abschlag antreten, einen neuen Ball ins Spiel bringen und das Loch schließlich abgeben.
Trotz dieses Nackenschlags bewies André auf der 18. Bahn noch einmal große Moral, gewann das letzte Loch und sicherte zumindest das Unentschieden in seinem Match (1:1 Punkte) – in der Gesamtabrechnung bedeutete dies jedoch das denkbar knappste Endergebnis von 5:6.

Stolz auf eine tolle Gemeinschaft
So ärgerlich eine solche Niederlage im ersten Moment auch ist: Was bleibt, ist eine tolle erste Saison, die unglaublich viel Spaß gemacht hat, und eine großartige Gemeinschaft. Kapitän Uwe fasste es im Anschluss treffend zusammen:
„Es war eine überragende Saison, die wir leider nicht mit dem Aufstieg krönen konnten. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, was er in dieser Saison geleistet hat!“
Auch wenn es in diesem Jahr am Ende hauchdünn nicht gereicht hat: Wir freuen uns schon jetzt darauf, in der nächsten Saison wieder gemeinsam anzugreifen!


